Heizung

 

Die Beheizung von Wohngebäuden erfordert unter Berücksichtigung aller notwendigen bzw. gewünschten haustechnischen Prozesse meist den höchsten Energiebedarf und damit -verbrauch.

 

Wärmeenergie lässt sich jedoch nicht ohne Verluste erzeugen, bereitstellen bzw. übertragen.

 

Heizung

 

Besonders bei Verbrennungswärmeerzeugern sind die Wärmeerzeugungsverluste wesentlich.

 

Der Heizenergiebedarf in Abhängigkeit von der thermischen Qualität der Gebäudehülle, dem Klimastandort des Gebäudes und dem Nutzerverhalten ist innerhalb einer Jahresbilanz nicht konstant, sondern infolge des jährlichen Außentemperaturverlaufs bis zur Heizgrenze variabel.

 

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Hierdurch treten zeitlich differenzierte Bedarfsanforderungen hinsichtlich der tatsächlich benötigten Heizleistung auf. Erkennbar auch der Einfluss die jährlichen Schwankungen des Außentemperaturverlaufs.

 

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Der Wärmeerzeuger wird überwiegend im Teillastbereich gefordert bzw. betrieben (Arbeitsschwerpunkt).

 

Heizung

 

Auch bei deutlich niedrigen Außentemperaturen, sind die tatsächlich benötigten Bereitstellungsleistungen seitens des Wärmeerzeugers innerhalb eines Tagesverlaufs deutlich variabel.

 

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Je besser die Heizleistungserzeugung bzw. –bereitstellung den tatsächlichen, momentanen Erfordernissen folgen kann bzw. entspricht, je idealer, effizienter der Gesamtprozess.

 

Heizung

 

Daher sind modulierende Wärmeerzeuger hinsichtlich der Heizleistung deutlich energieeffizienter, als solche mit z.B. konstanter Heizleistung.

 

Je feiner der Brennstoff technisch dosiert werden kann, je günstigerer der Verbrennungsprozess.
Spitzenreiter sind daher erdgasbetriebene Gasbrennwertgeräte, während mit Flüssiggas betriebene Geräte wegen des deutlich höheren Energieinhaltes, hier vergleichsweise deutlich abfallen.

 

Stückholz- bzw. Festbrennstoffverbrennung ist mit Abstand stets die schlechteste Möglichkeit den Energieinhalt des Brennstoffs möglichst effektiv zu nutzen.

 

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Je besser ein Wohngebäude gedämmt ist, je höher der nutzbare Anteil interner und solarer Gewinne sowie zurück gewonnener Wärme mit einer Lüftungsanlage am Gesamtheizenergiebedarf.

 

Solare Gewinne besitzen dabei saisonalen Charakter, interne sind oftmals nahezu konstant, während die Wärmerückgewinnung mittels Lüftungsanlagen mit steigender Außentemperatur abnimmt.

 

Eine gesonderte Betrachtung erfordert die Fernwärmeversorgung. Hier wird die Wärmeenergie extern erzeugt und lokal mittels einer z.B. Hausstation lokal übergeben.
Fernwärmenutzung ist grundsätzlich durchaus vorteilhaft, da ansonsten z.B. industrielle Abwärme der individuellen Nutzung verloren geht.

Leider ist dieser theoretische Nutzen für den Endabnehmer tatsächlich meist nicht nutzbar, da eine Beteiligung am volatilen überregionalen Wärmemarkt durch langfristige Vertragsbindung ausgeschlossen ist und bei der Bildung des Arbeitspreises zu viele Nutznießer einen wesentlichern Teil von diesem ursprünglichen Vorteil abschöpfen.
Nicht selten wird in beplanten Neubaugebieten Fernwärmenutzung zwangsweise verordnet. In solchen Fällen ist besondere Vorsicht geboten, insbesondere wenn der Arbeitspreis spürbar über dem für Erdgas liegt.

 

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Deutlich, dass hier aus Sicht der Verbrauchskosten, eine Luftwärmepumpe die bessere Wahl ist.

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Dieser Vergleich offenbart die vorhandenen, erheblichen Diskrepanzen zwischen primärenergetischen Nachweisverfahren auf dem Papier und der, vom Nutzer tatsächlich zu bezahlenden Endenergie.
Trotz deutlich schlechterem Primärenergiefaktor für Strom, ist hier die Verwendung einer LWP der Nutzung von Fernwärme hinsichtlich der Verbrauchskosten deutlich überlegen.

 

Bei Fernwärmeversorgung ist insbesondere die Hausübergabestation ebenso sorgfältig zu dimensionieren, wie ein dezentraler Wärmeerzeuger.
Die Schwierigkeit hier jedoch, die Abwurfbedingungen des Versorgers mit den tatsächlichen Bedarfsanforderungen in Übereinstimmung zu bringen.

 

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Ohne sorgfältige und fachlich korrekte Grundlagenermittlung, Planung/ Dimensionierung einer Heizungsanlage, sind akzeptable Verbrauchskosten nicht erreichbar. Dabei wird selbstverständlich vorausgesetzt, dass die Installation/ Ausführung entsprechend der jeweiligen Dimensionierungsvorgaben erfolgt.